Bergsehnsüchtig

Draußen unterwegs

Touren am Fellhorn: Die kurze und knackige – hinauf aus dem Kleinwalsertal

Je nachdem wie schnell man ist und/oder wie häufig Pausen benötigt werden, ist diese Tour in das Gebiet rund ums Fellhorn in zwei bis drei Stunden zu schaffen. Startpunkt ist das Ortszentrum von Riezlern im Kleinwalsertal. Genau genommen die Talstation der Kanzelwandbahn. Die wird aber buchstäblich links liegen gelassen. Stattdessen weist ein Weg zur Rechten bergan. Zunächst auf Asphalt geht der steile Weg recht schnell in Schotter und dann in Waldboden über. Dann mehr ein Pfad führt dieser anfänglich durch Wald. Ein Vorteil, den man vor allem im Sommer schnell zu schätzen weiß. Denn der Aufstieg ist schon zu Beginn schweißtreibend. Und das ändern sich nicht bis zum Ziel. Die Kanzelwandbahn führt parallel ihrem Ziel entgegen.

Wir hingegen, gehen ein Stück des Riezler Höhenwegs. Nach kurzer Zeit wird dieser einfacher Weg rechts verlassen: Die unbewirtschaftete Riezler Alpe ist das nächste Zwischenziel. Von hier schweift der Blick nach Links. Dort erblickt man den Grat, der Fellhorn und Schlappoldkopf verbindet. Und man sieht die vielen Menschen, die ihn an schönen Tagen gehen. Unser Aufstieg hingegen ist einsam und führt schönen (Wurzel-)Wegen nach oben. Uns kommen nur vereinzelt Wanderer von der Kanzelwand entgegen, die absteigen. Mit uns steigt nur eine handvoll Begleiter auf. Unverständlich. Denn die Ausblicke sind es mehr als wert. Vor allem, nachdem wir das nächste, teilweise sehr steile Stück gegangen sind und bereits die Gehrenspitze erreichen. Das 360°-Panorama dort umfasst neben Fellhorn und Kanzelwand auch Ifen, Kleinwalsertal bis zum Ende und den Grünten. Eine Bank im Schatten des Gipfelkreuzes lädt zum Verweilen und Genießen ein.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Tagesziel: der Bergstation der Kanzelwand. Bis muss nur noch ein kleiner, feiner Grat auf einem der berühmten Grashänge gegangen werden. Der schmale, unkritische Pfad führt dafür an Blumen und Büschen vorbei zur Roten Wand. Danach mündet er in eine letzte Anstrengung: Treppen zur Station. Wer nicht mit der Bahn fahren will, kann vorher auch links abbiegen und über einen anderen Weg zurück zur Riezler Alpe. Wir gehen die Stufen zur Bahn. Für uns endet diese Tour dort.

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